Valeri Bojinov galt einst als die größte Hoffnung seines Landes Bulgarien. Sein Länder-Spiel Debut feierte er mit 18 Jahren bei der EM-Endrunde 2004. Doch von diesem Zeitpunkt an konnte er die hohen Erwartungen, die an ihn gestellt wurden, nicht mehr erfüllen. In der anschließenden Saison beeindruckte er zwar in der italienischen Seria A mit elf Treffern für Lecce, die nächsten Stationen Florenz, Juventus und Manchester City waren aber wenig von Erfolg gekrönt. Unterdessen wurden die Stimmen immer lauter, die behaupteten, der Bulgare habe zu wenig Ehrgeiz und ihm mangele es an Fitness. Zudem stand der Stürmer zu dieser Zeit mehr mit seinem Privatleben als mit sportlichen Highlights in den Schlagzeilen. Seine weiteren Stationen führten ihn zurück nach Italien, nach Portugal zu Sporting Lissabon und wieder in seine Heimat zu Levski Sofia.

Bojinov(li.) in der Saison 2006/07 bei Juventus Turin beim Jubel mit Pavel Nedved

Doch das einst so große Talent hielt es nie länger als ein Jahr bei einem Verein aus. Ein Grund dafür waren auch seine vielen Fehltritte abseits des Platzes. Er hatte Beziehungen zu Playboy-Models, Pop-Sternchen und erschien regelmäßig auf Bulgariens Boulevard-Titelseiten. Die bis dato letzte gute Spielzeit hatte Bojinov 2015/16 bei Partizan Belgrad, dort gelangen ihm 18 Treffer. Nach einem kurzen Intermezzo in China, wechselte der ehemalige Hoffnungsträger zu Lausanne-Sport in die Schweiz. Aber auch hier löste er seinen Vertrag am 04.10.2017 nach gerade einmal drei Monaten wieder auf und ist momentan vereinslos. Wenn man die bisherige Karriere von Bojinov betrachtet, wird klar, dass ihm der große Durchbruch immer verwehrt blieb.

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